Die Iris

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“Schöne Augen” zeichnen sich meist auch durch eine besondere Iris aus. Sie ist der sichtbar markanteste Teil des Auges. Aber wie entsteht die Augenfarbe und hat die Iris auch eine Funktion?

Die Iris, oder auch Regenbogenhaut genannt, ist der sichtbar markanteste Teil des Auges, nämlich eine durch Pigmente eingefärbte „Blende“ die den Lichteinfall in das Auge reguliert. Sie trennt die vordere und hintere Augenkammer und liegt am Übergang von der Hornhaut zur weißen Augenhaut.

Die Muskulatur der Iris ist glatt und setzt am sogenannten Ziliarkörper an. In der Mitte lässt sie eine kreisrunde Öffnung frei, die Pupille. Die Weitstellung der Linse wird als Mydriasis bezeichnet, die Entstellung als Miosis, beide werden von unterschiedlichen Muskelabschnitten der Iris betätigt und ergeben das so genannte Pupillenspiel.

Die Iris ist aus dem vorderen Teil – das Stroma – und dem hinteren Teil – dem Pigmentblatt – aufgebaut, wobei das Pigmentblatt auch das einfallende Streulicht regelt und somit auch die Optik verbessert.

Die Augenfarbe wird im Stroma bestimmt und ist abhängig von der Intensität der Pigmentierung. Hohe Pigmentanteile bedeuten braune Augen, weniger Pigmentanteile lassen die Iris grün, grau oder blau erscheinen.

Beim Albinismus fehlen diese Pigmente völlig und die Iris ist durchscheinend, wirkt also durch die Blutgefäße des ebenfalls pigmentarmen Hintergrundes eher rötlich. Problem hierbei ist, dass das fehlende Pigment nun nicht die Blendenfunktion übernehmen kann und somit auch bei Menschen mit Albinismus oftmals eine Sehbehinderung auftritt.

Als Heterochromie wird eine Verschiedenheit beider Regenbogenhäute der Augen bezeichnet. Berühmtester Vertreter war wohl David Bowie, der nach einer Schlägerei am linken Auge verletzt wurde. Die Pupillenmuskulatur wurde starr (Mydriasis), dadurch wirkte sein linkes Auge dunkler.