Weißer Hautkrebs der Augenlider

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Galt der weiße Hautkrebs bis vor einigen Jahren noch als absolute Alterserscheinung, sind heute auch immer mehr junge Menschen von dieser Art von Krebserkrankung betroffen.

Warnungen zum Trotz genießen viele Menschen ohne, oder mit zu geringem Schutz die Sonne. Die Häufigkeitszunahme ist in den letzten Jahren stark angestiegen und beträgt etwa 5% pro Jahr.

Ursache und Gefährdung
Die Ursache des weißen Hautkrebs ist wie beim bekannteren Melanom intensive UV-Bestrahlung. Hierbei geht es nicht nur um kurzfristige Schäden wie Sonnenbrände, sondern vor allem um die Langzeitwirkung (kumulative Wirkung) der Sonne. Gefährdet sind vor allem Stellen am Körper die ständiger Sonneneinstrahlung ausgesetzt sind, vor allem aber der Kopfbereich.

Aktinische Keratose
Die ersten Hautveränderungen auch aktinische Keratosen genannt, sind heute eine der am häufigsten vorkommenden Tumore. Wenngleich sie meist nur oberflächlich vorkommen, sind sie als bösartig einzustufen. Meist werden sie als rötlich-braune, teils krustige Erhebungen auf der Haut bemerkbar. In etwa 10% der Fälle bildet sich aus der aktinische Keratosen ein invalides Plattenepithelkarzinom. Lokal zerstörend wachsend kommt es in etwa 6 – 10% der Fälle zu Metastasen.
Basalzellkarzinom
Eine weitere Form ist das Basalzellkarzinom, ein häufiger Vertreter des weißen Hautkrebs. In Österreich kommen, registriert durch Behandlung, etwa 20.000 – 30.000 Fälle pro Jahr vor. Auch hier ist wieder zu intensive UV-Strahlung der wichtigste Auslöser.
Basalzellkarzinome bilden zwar äußerst selten Metastasen, wachsen aber lokal destruierend und können Schäden an anatomisch wichtigen Strukturen wie dem Augapfel, Schädel, oder Knochen verursachen und sollten in jedem Fall fachärztlich untersucht und behandelt werden.

Erkennung
Erste Anzeichen sind oft kleine hautfarbene Knoten, die auch nach einigen Wochen nicht verschwinden. Oft werden diese Anzeichen von Partnern der Patienten als erstes bemerkt. Am Auge ist diese Form des weißen Hautkrebs oft nicht von einem Pickel oder einem Gerstenkorn zu unterscheiden. Meist sind auch keine weiteren Beschwerden wahrzunehmen, als gelegentlicher Juckreiz, oder eine leichte Berührungsempfindlichkeit.

Behandlung
Hierbei kommt es auf den Erkennungszeitpunkt an. Ist der Krebs in einem Anfangsstadium, kann oft noch mit einer Salbe behandelt werden. Es gibt auch die Möglichkeit der Vereisung, allerdings wird diese Methode im Augenbereich eher selten angewandt, da das umliegende Gewebe sehr fein und empfindsam ist.
Eine weitere Methode ist die operative Entfernung. Bei früher Erkennung kann der Tumor mit hoher Wahrscheinlichkeit vollständig entfernt werden. Die Erfahrungen und Methoden sind mittlerweile so weit fortgeschritten, dass funktionelle und kosmetische Schäden auf ein Minimum reduziert werden können.
Wichtig ist, dass behandelt wird. Sonst besteht die Gefahr, dass sich die Krebszellen bis in den Augapfel ausbreiten bzw. die umliegende Knochenstruktur angreifen.

Vorbeugung
Wichtig ist auch hier der entsprechende Sonnenschutz mit hohen Lichtschutzfaktoren um Sonnenbrände zu vermeiden. Das tragen von Sonnenbrillen und Hüten und die Vermeidung der Sonne um die Mittagszeit wird dringend empfohlen und ist bei vorbelasteten Menschen ein Muss. Es ist auch zu Bedenken, dass weißer Hautkrebs selbst nach positiver Behandlung jederzeit wieder auftreten kann.
Es zahlt sich also immer aus, ein Leben mit der Sonne so zu gestalten, dass die empfohlenen Schutzmaßnahmen eingehalten werden.