Der Graue Star

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Was ist er und wie kann man ihn behandeln?

Die Katarakt oder der Graue Star ist eine Eintrübung der Linse und ist bei Patienten dadurch gut zu erkennen, da die Linse etwas grau, fast nebelig erscheint. Daher auch der deutsche Name. Katarakt bedeutet „Wasserfall“ oder auch „durch Felsen versperrte Stromschnelle“.

Geschichte
Schon in der Antike war der Graue Star bekannt und wurde sogar behandelt. Noch im Mittelalter gab es die sogenannten Starstecher, Gelehrte, die mit Hilfe von spitzen Werkzeugen die eingetrübte Linse nach unten drückten. Somit war zwar der Graue Star kurzweilig behoben, der Eingriff ließ aber die Patienten ohne Linse und somit schwer fehlsichtig zurück. Oft faltete sich die Linse auch wieder zurück und der Graue Star war nicht behandelt.

Symptome
Im Gegensatz zum Grünen Star, mit dem er nicht zu verwechseln ist, ist die Seheinschränkung in den allermeisten Fällen reversibel und die Sehschärfe kann wieder gänzlich hergestellt werden. Meist sehen die Betroffenen zunächst etwas verschwommen und haben eventuell Blend-Empfindlichkeiten. Es können Doppelbilder und sogenannte Halos (Lichthöfe um die Bildquelle) entstehen. Schließlich ist die hell/dunkel-Adaption häufig betroffen und auch das räumliche Sehen kann stark in Mitleidenschaft gezogen sein.

Ursachen
Der Graue Star tritt am häufigsten im Alter auf, kann sich jedoch auch schon früher bilden. Typisch ist eine Ausbildung über mehrere Monate, sogar Jahre.

Als begünstigend für den Grauen Star gelten UV-Strahlung, Diabetes mellitus, Drogen, Trauma und auch das Rauchen. Als Berufskrankheit tritt er vor allem bei Menschen auf, die im Bereich von der Verarbeitung heißer Materialien arbeiten (Schweißen, Hochofen-Arbeiter, Glasbläser etc.) oder einer hohen UV-Belastung ausgesetzt sind.

Bei Kindern tritt der Graue Star eher selten auf, kann aber eine Folge von Röteln während der Schwangerschaft sein.

Die Trübung der Linse entsteht vor allem durch die Störung der molekularen Anordnung der Kristallproteine aus denen die Augenlinse besteht.

Was tun?
Heutzutage ist ein Grauer Star gut behandelbar. Meist kommt bei der Therapie ein Linsentausch der körpereigenen Linse mit einer neuen Kunstlinse zum Einsatz. Dieser Vorgang ist mittlerweile vielfach erprobt und erzielt hervorragende Ergebnisse für die Patienten. Meist kann bei einer solchen Behandlung mittels Implantieren von Speziallinsen sogar eine vollständige Brillenfreiheit erreicht werden.

Wir raten auf alle Fälle bei den ersten Symptomen Ihren Augenarzt zu konsultieren um eine sichere Diagnose zu erhalten.