Laserpointer & Co – Laser im Alltag

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Laser sind aus unserer Welt heutzutage nicht mehr wegzudenken. Von Drucker bis Werkzeugkiste, er erleichtert unser Leben. Doch Vorsicht im Umgang ist zu bedenken – Ein Laser ist kein Spielzeug.

Seit der Erfindung des Lasers in den 60ern durch den amerikanischen Physiker Theodore Maiman hat sich in der Entwicklung sehr viel getan. Allen voran in der Medizin und Forschung, Industrie und Technik, Informations- und Kommunikationstechnik, aber auch in den meisten Haushalten haben Laser Einzug gehalten. Seit Jahren wird die Technik bei CD’s und DVD’s genutzt, aber auch bei Druckern und in der Werkzeugkiste wie dem Nivellier, oder Distanzmessgerät sind Laser Standard. In den letzten Jahren ist auch eine Zunahme an Laserpointern in Schultaschen zu beobachten, die nicht immer nur als Zeige-Objekt benutzt werden.

LASER kommt aus dem Englischen und bedeutet „Light Amplification by Stimulated Emission of Radiation“, was übersetzt bedeutet „Lichtverstärkung durch stimulierte Emission von Strahlung“. Im Gegensatz zu gewöhnlichen Lichtquellen wie Glühbirnen, Leuchtdioden u.ä. unterscheidet sich ein Laserstrahl in drei Dingen:

  • Kohärenz: die Wellen besitzen eine konstante Phasendifferenz, sie sind zeitlich und räumlich zusammenhängend
  • Monochromasie: die Laserstrahlung weist exakt eine Wellenlänge auf
  • Parallelität: der Laserstrahl weist eine äußerst geringe Divergenz auf, wodurch der gebündelte Strahl entsteht.

Dadurch sind Laserstrahlen auch so vielfältig einsetzbar: Sie lassen sich bis zu mikroskopisch klein bündeln und die gebündelte Energie lässt sich wiederum präzise steuern. Diese wunderbaren Eigenschaften werden auch beim Augenlasern seit Jahren eingesetzt und haben die Möglichkeiten der Augenchirurgie um ein Vielfaches positiv erweitert.

Laser sind ein immenser Fortschritt, ein sicherer und geschulter Umgang damit ist aber Voraussetzung! In der Medizin werden Laser unter streng kontrollierten Bedingungen eingesetzt und bergen hier ein nur geringes Risiko für den Anwender bzw. die Patienten. Was aber ist mit den Lasern die frei zugänglich genutzt werden können: beim Laserpointer, Nivelliergeräte und Distanzmesser oder sogar bei manchem Spielzeug?

Oft wird angenommen, dass diese Geräte unbedenklich sind, aber hier muss tatsächlich gewarnt werden und zu einem überlegtem Umgang geraten werden. Denn trifft so ein Laserstrahl ins Auge kann das die Sehkraft dauerhaft schädigen!

Das Auge ist vor allem deshalb so stark gefährdet, weil es ja durch seine optischen Eigenschaften das Licht um ein 100.000-faches bündelt und somit schon geringe Laser-Leistungen die Augen gefährden. Und wird ein solcher Strahl auf das Auge gerichtet, hilft auch der Lidschluss-Reflex nicht mehr. Die Netzhaut kann irreparabel zerstört werden. Oft trifft es Kinder und Jugendliche, die die Laserpointer zum Spielen genutzt haben. Tatsächlich ist es so, dass in solchen Fällen auch der Augenarzt oft nicht mehr helfen kann. Kommt dieses Thema zur Sprache raten wir unseren Patienten folgendes:

  • Es sollte bei jedem Kauf eines Gerätes mit offener Laserstrahlung immer kontrolliert werden, ob der empfohlene Energiewert (1 mW) nicht überschritten wird und ob es sich um ein Produkt aus vertrauensvoller Quelle handelt.
  • Man soll nie in den Laserstrahl sehen, bzw. den Strahl in Richtung einer Person richten.
  • Laserpointer sind generell kein Spielzeug – für Kinder, Jugendliche und Erwachsene 😉