LED – Große Chance, oder große Gefahr?

LED-Leuchtmittel sind nach klassischer Glühbirne und der in Ungnade gefallenen Energiesparlampe eine echte Revolution gewesen. Nicht nur, dass sie länger leuchten, sie sparen dabei auch noch Energie und verlieren auch nicht an Leuchtkraft. Es gibt sie in jeglicher erdenklichen Form und viele Lampen sind bereits mit fix eingebauten LED-Leuchtmittel ausgestattet, sodass man keine separaten Glühbirnen mehr besorgen muss oder kann.

Aber seit letztem Jahr mehren sich auch hier Stimmen gegen die Wunderlampe LED und zwar in mehreren Bereichen. Ein großes Thema das uns natürlich beschäftigt, ist die Auswirkung auf unsere Augen. Was hat es wirklich mit der Gefahr einer Schädigung auf sich und wie kann man sich gegebenenfalls davor schützen?

LED Leuchtmittel haben zunächst einmal viele Vorteile, wie oben bereits erwähnt. Weiters sind sie zusätzlich weitgehend flimmerfrei und meist können sie auch in mehreren Farben leuchten. Viele LEDs sind auch dimmbar um die gewünschte Leuchtkraft anzupassen.

Zu allen positiven Eigenschaften mischt sich jedoch auch der negative Aspekt und zwar, das das LED-Licht auch einen Blaulichtanteil enthält. LED-Lampen können kein rein weißes Licht erzeugen. Es handelt sich um eine Mischung aus gelblichen und den sehr energiereichen blauen Lichtanteilen. Wir haben bereits in einem früheren Artikel darüber berichtet, wie Blaulicht den Augen schaden kann. Vor allem bei der Schädigung der Makula, der Stelle des schärfsten Sehens, steht Blaulicht stark im Verdacht (Fototoxizität). Erste Tierversuche in Frankreich haben einen Zusammenhang bestätigt.

Hier sind einige Tips, wie Sie mit LED-Leuchtmitteln in Bezug auf Ihre Augen sorgsam umgehen können:

  • Halten Sie immer genügend Abstand zur Lichtquelle. Mindestens 20 cm werden empfohlen.
  • Benutzen Sie nur qualitativ hochwertige Produkte, womöglich sogar dimmbare. Vorsicht vor billigen Importwaren!
  • Denken Sie daran, dass Blaulicht für uns Menschen einen Tageslichteffekt erziehlt – d.h. es hält uns wach. Abends vor dem Schlafengehen sollte also der Blaulichtanteil gering sein (3000 Kelvin oder geringer sind ideal).
  • Ordnen Sie die Lampen möglichst so an, dass sie nicht direkt in die LED-Lampe sehen können. Dies gilt vor allem für die Jüngeren und im Kinderzimmerbereich.
  • Viele Brillen und Sonnenbrillen bieten bereits einen Schutzfilter gegen blaues Licht. Fragen Sie bei Ihrem Optiker nach und lassen Sie sich von Ihrem Augenarzt-Team beraten.

Beachtet man die oben genannten Tips kann man Überbeanspruchung oder gar akute Schädigungen durch LED-Leuchtmittel gut vermeiden. Und man bedenke: auch ein Blick in die Sonne oder starke Sonnentage, können unsere Augen überbeanspruchen, da im Tageslicht auch ein hoher Blaulichtanteil vorhanden ist. Wir empfehlen daher generell: Bleiben Sie mit Ihren Augen stets achtsam 😉

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