Office Eye Syndrome

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„Brennende, gerötete Augen, das Gefühl man hätte ein Sandkorn unter dem Lid…“. Das mag sich vielleicht wie die Beschwerden eines Kontaktlinsenträgers anhören, sind jedoch die mittlerweile gängigsten Symptome von Menschen, die viel am Bildschirm arbeiten oder Computer-Spiele spielen – egal ob mit, oder ohne Brille.

Kennen Sie das Gefühl? Sitzen Sie auch viel vor dem Bildschirm? Meist sind die Symptome anfangs harmlos, dennoch begleiten sie mittlerweile viele durch den Arbeitsalltag. Bei längerem Ignorieren können sich die Symptome auch manifestieren bzw. Raum für Augenkrankheiten geben. Was vielen jedoch nicht klar ist, sie lassen sich auch relativ leicht vermeiden.

Zurück vom Urlaub und mit frischer Energie bei der Arbeit, aber nach wenigen Tagen stellen sich alt bekannte Symptome ein: leichte Rötung der Augen, man verspürt Juckreiz bei den Lidern, teilweise erscheinen Bilder und Schrift verschwommen, Trockenheit. Dies sind nur einige der auftretenden Merkmale und es handelt sich in den meisten Fällen um keine Fehlsichtigkeit, sondern um das sogenannte „Office Eye Syndrome“. Die Ursache liegt an dem konzentrierten und dadurch starren Blick auf den Bildschirm, wodurch die Häufigkeit des Lidschlags oft um ein Vielfaches reduziert wird. Die Folgen sind eine Unterversorgung des Auges mit Tränenflüssigkeit, wodurch eine Trockenheit der Augen entsteht. Es kann auch ein Druck- oder ein reibendes Gefühl entstehen das im weiteren zu Kopfschmerzen führt. Und wenn man die Symptome zu lange ignoriert, besteht weiters das Risiko einer Bindehautentzündung, da Viren und Bakterien leichter ins Auge eindringen können.

Was tun bei „Office Eye Syndrome“?

Es ist im Grunde nicht schwer das „Office Eye Syndrome“ zu verhindern. Die Augen brauchen bei der Arbeit am Bildschirm einen Blickwinkel, der leicht von oben herab auf den Arbeitsbereich zeigt und genügend Licht und Feuchtigkeit. Auch der Abstand zum Bildschirm sollte regelmäßig selbst kontrolliert werden – ideal sind 60 bis 90 cm.

Besonders in Konzentrationsphasen ist es ratsam, bewusst kurze Pausen einzulegen und an einen konstanten Lidschlag zu denken. Gerade in Sommer oder Winter sind zusätzliche Belastungen wie Klimaanlage oder Heizungen vorhanden die die Luft austrocknen. Sie sollten auf ein Minimum reduziert werden, beziehungsweise ist darauf zu achten, dass die Augen nicht direkt dem Luftzug ausgesetzt sind und der Raum dementsprechend befeuchtet wird. Hier ist die Gesamtsituation des Arbeitsplatzes zu betrachten. Pausen sollten bewusst und wenn möglich auch im Freien stattfinden.

In den meisten Fällen lassen sich die Symptome so beheben. Ist dies jedoch nicht der Fall und die Beschwerden bleiben über einen längeren Zeitraum, sollte fachliche Hilfe hinzugezogen werden. Ihr Augenarzt kann dann ein genaues Ursachen/Wirkungsprofil erstellen und dementsprechende Behandlungen empfehlen. Diese können zum Beispiel durch die Verschreibung von künstlicher Tränenflüssigkeit sein, oder auch eine Arbeitsplatzbrille (Mehr zu diesem Thema und die gesetzlichen Bestimmungen in Österreich finden sie auf der Website der Arbeiterkammer).

Es ist auch wichtig andere Ursachen die das „Office Eye Syndrome“ hervorrufen können, wie zum Beispiel das Tragen der falsch eingestellten Brille oder eine bislang übersehene Fehlsichtigkeit abzuklären. Gerne steht unser erfahrenes Team bei Fragen oder Unsicherheiten zu dem Thema zur Verfügung.