INFOABEND 2. November

Sonne und Licht zu tanken, ist wichtig für unseren Körper. Dies birgt aber auch Gefahren, die wir unbedingt bedenken sollten!

Der Sommer ist endlich da und lädt ein, das Leben im Freien in vollen Zügen zu genießen. Schwimmen, Bergsteigen, Wandern, Garten, Terrasse, ein Besuch im Schanigarten. Es ist wichtig, diese Angebote auch wahr zu nehmen, jedoch sollte einem dabei bewusst sein, dass ein Bad in der Sonne nur mit ausreichendem UV-Schutz für Haut und Augen zu genießen ist.

Die UV-Strahlung

Die UV-Strahlung der Sonne ist ein natürlicher Teil des Lichts, den wir Menschen mit keinem unserer Sinne wahrnehmen können. Und obwohl viele Stoffwechselvorgänge nur unter Mitwirkung von UV-Licht funktionieren, können die physikalischen Eigenschaften der UV-Strahlung unseren Körper überbeanspruchen. Die Gefahr und Folgeschäden eines Sonnenbrandes sind mittlerweile allgemein bekannt, aber auch die Augen reagieren empfindlich auf zu hohe Sonneneinstrahlung. Vor allem der hohe Anteil an UV-A Strahlung und der etwas geringere, aber gefährlichere UV-B Anteil machen uns dabei zu schaffen.
Ein ganzer Tag am Strand von Fluss, See, oder Meer, aber auch der Solarium-Besuch oder das Lesen in direktem Sonnenlicht stellen für unsere Augen eine echte Belastung dar. Dabei ist zu bedenken, dass die Umgebung die Belastung beeinflusst. Denn nicht nur im Sommer, auch im Winter kann beispielsweise in den Bergen die Reflexion das Lichts durch Schnee eine Verletzung der Augen zur Folge haben. Auch die Seehöhe steht mit der UV-Belastung in direktem Zusammenhang.

Was passiert im Auge?

Die meisten Schäden werden durch Körpereigene Reparatursysteme in den Zellen beseitigt. Wird das System jedoch durch häufige, langanhaltende zu intensive UV-Bestrahlung überbelastet, kann die Erneuerung nicht mehr vollständig oder fehlerfrei ablaufen und es kommt zu Langzeitschäden. Akute Folgen zu hoher UV-Belastung können Hornhautentzündung (Photokeratitis), Bindehautentzündung (Photokonjunktivitis) sowie photochemische Netzhautschäden sein. Erste Anzeichen für einen „Augensonnenbrand“ sind Rötungen: die Augen fühlen sich trocken, „verspannt“ an oder tränen. In so einem Fall muss den Augen unbedingt ein paar Tage Sonnenpause gegönnt werden. Sollten sich die Symptome nicht rasch verbessern empfehlen wir, unbedingt einen Augenarzt aufzusuchen.

Vorsorge & Schutz

Wichtigster Schutz vor zu hoher Belastung der Augen ist neben dem Vermeiden zu hoher Sonneneinstrahlung die Sonnenbrille. Hier ist vor allem auf ausreichenden Schutz zu achten: Es sollten nur Sonnenbrillen mit einem Mindestfilter von „UV-400“, oder der Bezeichnung 100% UV-Schutz gekauft werden. Die Tönung der Gläser sollte die Tönungsstufe 2 oder 3 haben (meist als „cat2“ oder „cat3“ vermerkt). Planen Sie eine Bergtour, denken Sie bitte auch an ausreichend Schutz an den Seiten der Brille, da die UV-Strahlung stark streut.
Kinder sollten immer mit ausreichend Sonnenschutz ausgestattet sein. Sonnenhüte, langes Gewand, spezielle Kindersonnenbrillen vom Optiker und der hauptsächliche Aufenthalt im Schatten werden dringend empfohlen, da die Kinderphysiologie noch nicht komplett ausgereift ist.

Alles in allem lässt sich zusammenfassen, dass ein sonniger Tag die Einhaltung ein paar weniger Regeln erfordert. Gut ausgerüstet steht jedoch dem Genuss nichts im Wege.