Sternchen sehen! Lichtreflexe trotz geschlossener Augen.

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Schon mal trotz geschlossener Augen Sternchen gesehen? Das kann schon mal vorkommen – auch beim gesunden Auge ;)

Wenn wir müde sind oder etwas ins Auge bekommen, haben wir das Bedürfnis unsere Augen zu reiben. Ist der Druck dabei etwas stärker entsteht ein Phänomen, das in der Augenheilkunde als Photopsie bekannt ist. Man sieht regelrecht Sternchen, obwohl das Auge geschlossen ist und keine Lichtreize wahrgenommen werden können – es gibt also keine visuelle Reizung von Außen.

Verursacht wird dies durch die mechanische Stimulierung der Lichtrezeptoren. Unser Hirn interpretiert die vom Auge gesendeten Signale als bunte Lichtblitze. Photopsie kann aber auch durch andere Gründe verursacht werden wie z.B. durch einen Schlag auf das Auge oder einen Schlag auf den Kopf.

Treten diese Lichtblitze ohne äußeren Einfluss sowie über einen längeren Zeitraum auf, sollte man dies unbedingt abklären lassen. Sie könnten ein Indikator für eine Netzhautablösung oder eine Glaskörperabhebung sein. Diese Krankheitsbilder werden vor allem mit fortschreitendem Alter wahrscheinlicher, da der Glaskörper im Laufe des Lebens schrumpft. Der Zug auf den Verbindungspunkten zur Netzhaut wiederum erzeugt mechanische Reize, die ähnlich dem Augenreiben, Phänomene wie Lichtblitze, Flimmern, oder Blinken hervorrufen können. Die Folge davon kann eine Netzhautablösung sein.

Menschen, die an Migräne leiden, berichten ebenfalls von der Wahrnehmung dieser Blitze im Auge. Hierbei können zusätzlich auch Flimmerskotome (von altgriechisch skótos: Dunkelheit) auftreten, die die Verarbeitung der optischen Reize im Gehirn verändern. Die Flimmerskotome treten oft in Intervallen über eine oder mehrere Stunden auf und verursachen selbst keine Folgeerkrankungen, oder Schmerzen. Manchmal folgt diesen aber dann ein heftiger Migräne-Kopfschmerz.