Wenn Allergene sich regen

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Als Allergiker kennen Sie das sicher: Jedes Frühjahr tränen die Augen, sind gerötet und jucken. Kontaktlinsen können da richtig zur Qual werden. Zum Glück gibt es mittlerweile brillenfrei Alternativen zur Kontaktlinse!

Gründe für rote Augen gibt es viele. In der Augenheilkunde wird das als Konjunktivitis bezeichnet. Doch speziell im Frühjahr tritt eine Form auf, die vor allem empfindliche Menschen und Allergiker trifft.

Der Unterschied liegt meist darin, dass im Gegensatz zur Augenentzündung, ein Juckreiz auftritt, der nicht in Kombination mit Sekret oder Eiter steht. Weiterer Indikator ist die Betroffenheit beider Augen. Meist kommt es auch zu einer verdickten Bindehaut. Das bedeutet, wenn man das Lid nach unten zieht, sieht man häufig kleine mit Flüssigkeit gefüllte Bläschen. Häufigste Ursachen sind die Inhalationsallergien, wie Pollen-, Schimmelpilz- und Tierhaarallergien.

Wie geht man nun vor, hat man die Symptome zum ersten Mal? Im Normalfall und bei keinen weiteren Beschwerden, ist die Diagnose von einem aufmerksamen Hausarzt schnell gestellt und es sind keine weiteren Tests notwendig. Liegen schwerere Fälle vor, ist es ratsam den Augenarzt zu konsultieren.

Wie wird bei allergischer Konjunktivitis behandelt?
Je nachdem wie stark ausgeprägt, gibt es unterschiedliche Augentropfen. Bei leichten Fällen werden befuchtende Augentropfen verschrieben. Abzuraten ist von Kamille-haltigen Produkten, weil gerade bei Allergikern die auf Birkenpollen reagieren Kreuzreaktionen auftreten können. Bei hartnäckigeren Fällen werden Antihistaminika und eventuell auch kortisonhaltigen Augentropfen verschrieben.

Menschen, die schon lange mit einer Allergie leben, haben oft eigene Tricks ihr Leben, während den stärksten Phasen zu meistern. Hat man die Symptome zum ersten Mal oder ist ein besonders starkes Pollen-Jahr in dem auch häufig Nicht-Allergiker betroffen sind, kann man mit einfachen Hausmitteln unterstützend wirken:

• Jeden Abend die Haare waschen, oder zumindest ausbürsten, um vor dem Schlafen gehen die Pollen zu entfernen.
• Während der stärksten Pollenflugphasen die Fenster eher geschlossen halten.
• Kleidung des Tages nicht im Schlafzimmer aufbewahren.
• Genügend Schlafzeit einberechnen, um dem Immunsystem Erholung zu gönnen.
• Allergiker sollten generell versuchen nachts in einer möglichst pollenfreien Umgebung zu ruhen.

Wichtig zu wissen ist, dass man etwas gegen das lästige Jucken tun kann, wenn man pro-aktiv vorgeht. Bei Fragen und anhaltenden Symptomen empfiehlt sich allerdings zur Abklärung immer ein Termin beim Augenarzt Ihres Vertrauens.